Die unsichtbare Hälfte – Frauenarbeit in der Familiengeschichte | Familie Nisius
Sozialgeschichte

Die unsichtbare Hälfte

Frauenarbeit in historischen Dokumenten – was Kirchenbücher und Volkszählungen nicht erzählen

~10%
der historischen Arbeit wurde dokumentiert
0
Berufseinträge für Frauen vor 1900
5–7
Kinder pro Familie (Durchschnitt)
Wasserlinie der Dokumentation
Sichtbar in Dokumenten
„Dorothy Nisius, Accountant“ 1940
„Mary Nisius, Teacher“ 1920
Unsichtbar unter der Oberfläche
Feldarbeit
Saat, Ernte, Viehversorgung
Kindererziehung
5–7 Kinder pro Familie
Textilarbeit
Spinnen, Weben, Nähen
Haushaltsführung
Kochen, Konservieren, Reinigen
Unbezahlt Undokumentiert Unverzichtbar

Feldarbeit

Details werden hier angezeigt…

Für jeden Mann mit einem verzeichneten Beruf gab es eine Frau, deren Lebenswerk in keinem Dokument erscheint. Sie ist trotzdem da – in jeder Generation, in jeder Linie. Ohne sie wäre keiner von uns hier.

Wann Frauen sichtbar wurden

Vor 1850
Kirchenbücher verzeichnen nur: „Ehefrau des…“, „Tochter des…“, „Witwe des…“
1850–1900
Erste Volkszählungen erfassen Frauen – aber meist ohne Berufsangabe
1900–1940
Vereinzelt tauchen Berufe auf: Lehrerin, Näherin, Dienstmädchen
1940
US-Census: Auffällig viele Nisius-Frauen als „Accountant“ – der Durchbruch
Heute
Frauen und Männer werden gleichberechtigt erfasst – nach 400 Jahren

Was Kirchenbücher zeigen

Taufen, Hochzeiten, Beerdigungen – und bei Männern den Beruf. Frauen wurden über ihren Vater oder Ehemann definiert.

Der typische Tag

Aufstehen vor Sonnenaufgang, Feuer machen, Vieh füttern, Kinder versorgen, kochen, waschen, spinnen – bis nach Sonnenuntergang.

Moderne Perspektive

Heute wird diese Arbeit „Care-Arbeit“ genannt. Sie hat einen geschätzten wirtschaftlichen Wert von 40% des BIP.

Lädt...