Farmaufbau in Wisconsin | Nisius Genealogie
Farmgründung

Was ein Siedler brauchte

Kosten und Zeitaufwand für den Aufbau einer Farm in Wisconsin

ca. 1850–1870

Grundausstattung eines Siedlers

Axt
Wichtigstes Werkzeug für die Rodung
$2–3
Pflug
Für die Bodenbearbeitung nach der Rodung
$10–15
Sense
Für die Ernte von Getreide und Heu
$2
Kuh
Für Milch, Butter und später Käse
$15–25
Schweine (1–2)
Fleischversorgung für den Winter
$3–5
Saatgut
Weizen, Kartoffeln, Gemüse für die erste Aussaat
$5–10
Gesamtkosten Grundausstattung
$50–100
Zusätzlich zu den bereits aufgewendeten Reisekosten ($50–80 pro Person)

Im Vergleich: Kosten vs. Einkommen

Farmgründung
$75
$50–100
Jahreseinkommen Tagelöhner (Eifel)
$40
$30–50
Bedeutung: Eine Farmgründung kostete etwa 1,5 bis 3 Jahreseinkommen eines Tagelöhners in der Eifel. Die meisten Einwanderer mussten daher zunächst als Landarbeiter arbeiten, um das nötige Kapital zu sparen.

Der lange Weg zur produktiven Farm

Rodung des Waldes
Ein kräftiger Mann konnte etwa 2–3 Acres pro Jahr roden – Bäume fällen, Stümpfe ausgraben, Wurzeln entfernen, Boden vorbereiten.
2–3 Acres/Jahr
Erste Ernte
Nach 1–2 Jahren konnten die ersten gerodeten Flächen bestellt werden. Die Erträge reichten zunächst nur für die Selbstversorgung.
Jahr 1–2
Produktive Farm (40 Acres)
Eine Farm mit 40 Acres kultiviertem Land – genug für Marktproduktion und bescheidenen Wohlstand – dauerte 10–15 Jahre harter Arbeit.
10–15 Jahre

„Diese ersten Jahre als Landarbeiter waren hart, aber sie dienten auch als Lehrzeit. Die Neuankömmlinge lernten die amerikanischen Anbaumethoden kennen und knüpften Kontakte, die ihnen später beim Aufbau der eigenen Farm helfen würden.“

— Aus der Nisius-Chronik
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